Håkon


Håkon
Håkon
 
['hoːkɔn], norwegische Könige:
 
 1) Håkon IV. Håkonsson, Håkon der Alte, König (seit 1217), * 1204, ✝ Kirkwall 17. 12. 1263; konnte nach langen inneren Auseinandersetzungen sein Königtum 1240 stabilisieren. 1261 begab sich Grönland und 1262 Island unter die Oberhoheit der norwegischen Krone. Håkon starb auf einem Kriegszug gegen Schottland. Eine chronikalische Lebensbeschreibung (»Hákonar saga Hákonarsonar«) verfasste der Isländer Sturla Thórdarson 1264/65.
 
Ausgaben: Norwegische Königsgeschichten, herausgegeben von F. Niedner, Band 2 (Neuausgabe 1965); Hákonar saga Hákonarsonar, herausgegeben von M. Mundt (1977).
 
 2) Håkon VI. Magnusson [norwegisch - 'maȖnusɔn], König (seit 1355), * 1339, ✝ 1380, Sohn des Königs Magnus Eriksson von Schweden und Norwegen; 1343 zu dessen Nachfolger in Norwegen bestimmt, übernahm dort 1355 eigenständig die Regierung, war 1362-63 auch König in Schweden. Seine Hochzeit mit Margarete I., der Tochter von Waldemar IV. Atterdag, begründete 1363 die in die Kalmarer Union führende Vereinigungspolitik der drei nordischen Reiche.
 
 3) Håkon VII., König (seit 1905), * Charlottenlund (heute zu Kopenhagen) 3. 8. 1872, ✝ Oslo 21. 9. 1957; wurde bei der Aufhebung der Personalunion zwischen Norwegen und Schweden am 18. 11. 1905 durch Volksabstimmung zum König Norwegens gewählt. In beiden Weltkriegen trat Håkon für die neutrale Haltung der drei nordischen Staaten ein. Bei der deutschen Besetzung Norwegens im April 1940 befahl er den Widerstand der norwegischen Truppen. Nach deren Niederlage weigerte er sich, die Regierung von V. Quisling anzuerkennen und ging nach Großbritannien ins Exil.

Universal-Lexikon. 2012.

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